KWF (Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds)

    Umsetzung.KI

    KI-Anwendungsfälle mit externer Expertise erarbeiten, passende Lösungen testen und umsetzen. Software-Mietlizenzen sind anteilig förderbar.

    Aktuell einreichbar bis 31. Dezember 2026

    Die Eckdaten

    Fördersatz
    30 %
    Max. Förderung
    10.000 €
    Mindest-Projektkosten
    10.000 €
    Projektlaufzeit
    max. 1 Jahr
    Einreichung bis
    31. Dezember 2026
    Fördergeber
    KWF (Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds)
    Gilt für
    Kärnten

    Der KWF fördert seit 1. Juli 2026 KI-Projekte in Kärntner Unternehmen. Gedacht ist das Programm für Betriebe, die eine KI-Anwendung ausprobieren wollen, bevor sie sich langfristig festlegen. Eingereicht werden kann bis 31. Dezember 2026.

    Was Umsetzung.KI fördert

    Der KWF nennt das Prinzip Test before Invest: Du sollst eine KI-Lösung erst im eigenen Betrieb testen und dann entscheiden, ob du dauerhaft investierst. Ein gefördertes Projekt muss deshalb drei Dinge abdecken. Zuerst wird gemeinsam mit externer Expertise konkretisiert, wofür KI im Unternehmen überhaupt eingesetzt werden soll. Dann werden passende Lösungen identifiziert. Und schließlich werden sie im laufenden Betrieb getestet und umgesetzt.

    Gefördert werden 30 Prozent der förderbaren Projektkosten als nicht rückzahlbarer Zuschuss, höchstens 10.000 Euro pro Projekt. Antragsberechtigt sind Unternehmen jeder Größe mit Standort in Kärnten, die Mitglied der Wirtschaftskammer Kärnten sind (oder der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Steiermark und Kärnten) und noch De-minimis-Rahmen frei haben. Die Projektlaufzeit darf ein Jahr nicht überschreiten.

    Diese Kosten zählen

    • Externe Dienstleistungen, also Beratungs- und Entwicklungsleistungen von außen.
    • Software-Mietlizenzen, anteilig für die Dauer des Projekts. Das ist der Punkt, den viele übersehen: Ein laufendes Abo für die getestete Lösung zählt zu den Projektkosten, solange das Projekt läuft.
    • Eigene Personalkosten, allerdings gedeckelt mit 30 Prozent der förderbaren Gesamtprojektkosten. Die Zeit, die deine Leute in das Projekt stecken, ist also nicht umsonst.

    Die Untergrenze ist die Hürde, nicht der Deckel

    Über den Deckel von 10.000 Euro reden alle. Das eigentliche Nadelöhr steht weiter unten in den Bedingungen: Die förderbaren Gesamtprojektkosten müssen mindestens 10.000 Euro betragen. Wer darunter liegt, bekommt gar nichts.

    Für einen kleinen Betrieb klingt das nach einer Nummer zu groß. In der Praxis ist die Schwelle leichter erreicht, als sie wirkt, weil deutlich mehr in die Projektkosten einfließt als die reine Einrichtung. Ein realistisches Chatbot-Projekt besteht aus dem Workshop, in dem die Anwendungsfälle geschärft werden, aus dem Aufbau der Wissensbasis mit deinen echten Inhalten, aus Integration und Testphase, aus der Lizenz für die zwölf Monate Projektlaufzeit und aus der Zeit, die dein Team dafür aufwendet. Zusammengerechnet liegt so ein Projekt schnell zwischen 12.000 und 15.000 Euro, und damit sind wir bei einem Zuschuss von rund 3.600 bis 4.500 Euro.

    Der Deckel greift rechnerisch erst ab etwa 33.000 Euro Projektkosten. In dieser Spanne bewegen sich die meisten KMU-Projekte, es lohnt sich also, das Projekt einmal sauber durchzurechnen, statt es vorschnell für zu klein zu halten. Konkrete Zahlen für einen Chatbot oder einen KI-Telefonassistenten findest du auf den jeweiligen Produktseiten.

    Was nicht gefördert wird

    Investitionen fallen heraus. Hardware und dauerhaft gekaufte Lizenzen sind nicht förderbar, nur die Miete für die Projektdauer. Rechnungen von Privatpersonen werden nicht anerkannt, dein Dienstleister braucht also ein Unternehmen. Und Einzelbelege unter 200 Euro netto zählen nicht mit, Kleinkram sammelt sich hier also nicht zu einer Fördersumme.

    Die Voraussetzung, die viele übersehen

    Im Kleingedruckten steht ein Satz, an dem Anträge scheitern: Vor der Antragstellung müssen im Unternehmen bereits mögliche Anwendungsbereiche für KI festgelegt worden sein. Wer noch gar nicht weiß, wo KI im eigenen Betrieb ansetzen könnte, erfüllt diese Bedingung nicht.

    Genau für diese Vorarbeit gibt es ein eigenes KWF-Programm. Über Strategie.IMPULS werden geförderte Beratungstage im Fokusbereich Digitalisierung und KI unterstützt, mit 50 Prozent Zuschuss. Damit lässt sich der Analyse-Teil abdecken, bevor du in Umsetzung.KI gehst. Beide Programme laufen bis 31. Dezember 2026, die Kombination ist also zeitlich machbar, wenn du bald startest.

    Stolperfallen beim Antrag

    Der Tag der Antragstellung ist der Projektbeginn. Das ist die wichtigste Regel. Wer vorher bestellt oder beauftragt, hat das Projekt formal schon begonnen und verliert die Förderung. Angebote einholen und Gespräche führen darfst du vorher, die Beauftragung kommt aber erst nach der Einreichung. Zu diesem Zeitpunkt liegt noch keine Förderzusage vor, ein Rest an Risiko bleibt also.

    • Ein Antrag pro Unternehmen innerhalb von zwölf Monaten in diesem Produkt. Du hast also einen Schuss, das Projekt sollte passen.
    • Budgetvorbehalt. Bewilligt wird, solange Mittel da sind. Wie schnell ein Topf leer sein kann, zeigt die KI-Umsetzungsförderung der WK Kärnten. Warten ist keine gute Strategie.
    • Der Antrag läuft online über das Förderungsportal, dafür brauchst du eine ID Austria.
    • De-minimis. Der Zuschuss zählt auf deinen De-minimis-Rahmen von 300.000 Euro in drei Jahren. Wer zuletzt viel gefördert bekommen hat, sollte das vorher prüfen.

    Wo ein Chatbot oder Telefonassistent hineinpasst

    Umsetzung.KI ist auf genau die Art von Projekt zugeschnitten, die sich testen lässt, bevor sie dauerhaft läuft. Typische Kandidaten in einem KMU sind ein KI-Chatbot, der die immer gleichen Kundenfragen auf der Website beantwortet, ein KI-Telefonassistent, der Anrufe annimmt, während dein Team beim Kunden ist, oder eine interne Wissenssuche, damit Mitarbeitende Informationen finden, ohne Kolleginnen zu unterbrechen. Was ServasBot dabei kann, steht im Detail auf der Funktionsübersicht.

    Weil Software-Mietlizenzen anteilig förderbar sind, passt ein Modell mit laufender Betreuung gut in die Logik des Programms. Der Betrieb während der Projektlaufzeit ist Teil der Projektkosten.

    So gehst du vor

    1. Anwendungsfälle festlegen. Wo im Betrieb kostet dich Routine am meisten Zeit? Das ist die Vorbedingung des Programms und lässt sich über Strategie.IMPULS fördern.
    2. Angebot einholen und Projekt durchrechnen. Achte darauf, dass die Kosten über der Untergrenze von 10.000 Euro liegen und alle förderbaren Positionen enthalten sind.
    3. Beim KWF einreichen, erst danach beauftragen. Ein kostenloses Informationsgespräch beim KWF ist empfohlen und in der Sache hilfreich.

    Wenn du wissen willst, ob dein Vorhaben in das Programm passt und wie ein förderfähiges Projekt bei dir konkret aussehen könnte, sehen wir uns das in einem kurzen Gespräch gemeinsam an. Einen Überblick über die anderen Programme findest du in der Förderübersicht.

    Alle Angaben ohne Gewähr und nach bestem Wissen zusammengefasst. Verbindlich sind ausschließlich die Bedingungen des Fördergebers. Quelle: kwf.at, zuletzt geprüft am 14. Juli 2026.

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